Theater

Sechs Tanzstunden in sechs Wochen

mit Heidi Mahler und Christoph Wieschke von Richard Alfieri unter der Regie von Volker Jeck.

Gastspiel vom 3. bis zum 8. November 2009

Schlagfertig und frech ist der junge Tanzlehrer Michael Minetti, den die einsam lebende, rüstige Lily Harrison von der Tanzschule zum Privatunterricht zu sich nach Hause geschickt bekommt.

Da ihm jedoch das notwendige Taktgefühl der älteren Dame gegenüber fehlt, kracht es schon beim ersten Zusammentreffen der beiden ungleichen Charaktere gewaltig: Lily ist von Michaels unverblümter Art empört und
würde ihn am liebsten sofort wieder aus ihrer Wohnung werfen.

Doch Stunde um Stunde, bei Walzer, Foxtrott und Cha-Cha-Cha, nähern sich die beiden nun zögerlich an, decken die Lügen des anderen auf und geben ihm etliches aus ihrem Leben preis. Von Tanzstunde zu Tanzstunde lernen sich die baptistische Prediger-Witwe und der gescheiterte Show-Tänzer immer besser kennen und verstehen.

Hinreißend leichtfüßig und anrührend erzählt Richard Alfieris Erfolgsstück vom Altern
und der Einsamkeit, von Liebesbeziehungen und Lebensentwürfen, von Vorurteilen
und Enttäuschungen.

Seine Tragikomödie, die durch Witz und Tiefgang besticht, ist ein flotter, scharfzüngiger und pointenreicher Schlagabtausch zwischen zwei Menschen,
die gegensätzlicher nicht sein könnten.

www.komoedie-hamburg.de

jab - 11.2009

Fazit:

Ein kurzweiliger Theaterabend mit zwei beeindruckenden Schauspielern. Heidi Mahler, die Tänze aufs Parkett legt, wie eine jugendliche Tanzbegeisterte. Rundum empfehlenswert.